Warten auf den Frühling

Wild Gardening | Gartenblog | ein Garten in der Heide | Cornus mas

Viel Regen, tüchtig Wind und dann doch noch mal Schnee – der Februar lud in der Nordheide nicht gerade zum genussvollen Gärtnern ein. Also zügig Baum- und Strauchschnitt erledigt, wenigstens noch die Staudensonnenblumenflächen abgeräumt, aber mehr war nicht drin. Zum Gräser- und Staudenrückschnitt in den Beeten hat es nicht gereicht. Zerzaust und zum Teil platt sieht das an einigen Stellen nicht mehr schön aus. Da muss schnellstmöglich Abhilfe geschaffen werden. Bis dahin hilft nur, den Blick auf die allerorts sprießenden Frühlingsboten zu fokussieren. Und alles Weitere in den März zu vertagen.

Wild Gardening | Gartenblog | ein Garten in der Heide | Galanthus nivalis 'Flore Pleno'

Galanthus nivalis ‚Flore Pleno‘ zeigt sich bei uns deutlich wüchsiger als die Art Galanthus nivalis.

Wild Gardening | Garten-Blog | ein Garten in der Heide | Schneeglöckchen

Die gefüllten Schneeglöckchen lassen sich auch von üppigem Farnwachstum nicht verdrängen.

Wild Gardening | Garten-Blog | ein Garten in der Heide | Galanthus

Elegante Schönheit: Galanthus ‚S. Arnott‘. Im Hintergrund kann man das Chaos von verwehten Miscanthus x giganteus-Blättern erahnen.

Wild Gardening | Gartenblog | ein Garten in der Heide | Narzissen

In den Startlöchern stehen bereits unsere ausgewilderten Narzissen – jetzt noch ein paar Tage sonnige Wärme …

Wild Gardening | Gartenblog | ein Garten in der Heide | Eichhörnchen

Doch statt Wärme kam dann die Kälte wieder: Das Eichhörnchen arbeitet mit engagierter Futteraufnahme dagegen an.

 

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Eisskulpturen

SpectabilisIm Moment gibt es draußen wenig zu tun, aber umso mehr zu staunen – Eisskulpturen verzaubern unseren Garten: Bambus in seiner schönsten Form.

Wild Gardening | Gartenblod | Pseudosasa japonica

Pseudosasa japonica

Wild Gardening | Garten Blog | Phyl. propinqua

Phyllostachys propinqua

Wild Gardening | Gartenblog | Fargesia denudata 'Lancester 1'

Fargesia denudata ‚Lancaster 1‘

Wild Gardening | Gartenblog | Birken vor Bambushain

Betula utilis var. jacquemontii vor dem Bambushain

Wild Gardening | Gartenblog | Phyllostachys bisetii

Phyllostachys bissetii

Wild Gardening | Gartenblog | Fargesia murielae 'Standing Stone'

Fargesia murielae ‚Standing Stone‘

Wild Gardening | Gartenblog | Bambushain

Bambushain mit Phyllostachys nigra ‘Megurochiku‘, Phyl. humilis, Phyl. aureosulcata ‚Aureocaulis‘

Wild Gardening | Gartenblog | Phyl. aureosulcata spectabilis

Phyllostachys aureosulcata ‚Spectabilis‘

Wild Gardening | Gartenblog | Fargesia spez. Jiuzhaigou 'Wagner'

Fargesia spez. Jiuzhaigou ‚Wagner‘

Wild Gardening | Gartenblog | Phyl. artrovaginata

Phyllostachys atrovaginata

propinqua blüte

Blüte von Phyllostachys propinqua

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Herbst-Frühling im Dezember

Wild Gardening | Gartenblog |

Das Wetter – ein Lieblingsthema jedes Gärtners. Und was für ein Thema das in diesem Monat war: Nachdem der Winter bei uns im November in Form von zwei wunderschönen Schneetagen einen kurzen Auftritt hatte, kam im Dezember … die Wärme. Tagestemperaturen im zweistelligen Plusbereich waren die Regel und auch nachts wurde es oft nicht wesentlich kühler. Im Garten fügten sich dadurch übergangslos Herbstimpressionen und Frühlingsmotive zusammen. Neben wogenden Gräsern und  den attraktiven braunen Blütenständen der Stauden strecken bereits Narzissen und Hyazinthen ihre Köpfchen raus. Auch die Weidenkätzchen sind schon da und unsere Bambusse wachsen dank der optimalen Wetterverhältnisse einfach weiter. Hoffen wir, dass das bittere Ende nicht noch kommt und all die „Frühlingsgefühle“ zunichte macht.

Wild Gardening | Gartenblog | Origanum vulgare, Sporobolus heterolepsis

Origanum vulgare korrespondiert schön mit Sporobolus heterolepsis.

Wild Gardening | Gartenblog | Verbena hastata

Verbena hastata

Wild Gardening | Gartenblog | Lonicera purpusii

Die herrlich duftenden Blüten von Lonicera purpusii begeistern uns jeden Winter.

Wild Gardening | Gartenblog | Viburnum bodnantense 'Dawn'

Viburnum bodnantense ‚Dawn‘

Wild Gardening | Gartenblog | Cornus mas

Die Wärme zeigt Wirkung: Ungewöhnlich früh öffnen sich die Blüten von Cornus mas.

Wild Gardening | Gartenblog | Perlhyazinthen

Auch die Perlhyazinthen läuten schon den Frühling ein.

Wild Gardening | Gartenblog | Morgenrot

Flammendes Morgenrot am 31. Dezember 2015

Wir wünschen allen unseren Lesern einen guten Start ins neue Jahr – und viele tolle Gartenmomente in 2016!

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Warm, windig und dann Schnee


Wild Gardening | Garten blog | Warm, windig und der erste Schnee

Bis zum vergangenen Wochenende sollte dieser Post noch „Warm und windig“ heißen – dann kam der erste Schnee! (Fast) hinter uns liegt ein abwechslungsreicher November mit hohen, frühlingshaften Temperaturen, tüchtig Wind und einer ersten ausgiebigen Ladung Winter. Schön!

Hier ein paar Impressionen:

Wild Gardening | Gartenblog | Hopfen

Der Sturm hat den Hopfen von Wand und Dach der Garage geweht – dekorativ!

Wild Gardening | Gartenblog | Rhus typhina

Prachtvolle Farben voller Wärme – unser Rhus typhina, eine Schönheit mit ganz großem Ausbreitungsdrang.

Gartenblog | Wild Gardening | Rhus typhina und Malus 'Evereste'

Ein hübsches Paar: Die Blätter des Rhus typhina ummanteln die Früchte des Malus ‚Evereste‘.

Wild Gardening | Gartenblog | Halbmondborder

Windige Zeiten in der leergepusteten Halbmondborder.

Wild Gardening | Gartenblog | Sturm

Tolles Ensemble im Sturm: Rhus typhina mit Hippophae rhamnoides, hier die Sorte ‚Vitaminhochzeit‘.

Wild Gardening | Garentblog | Gelenkblume

Und dann der erste Schnee! Wer genau hinguckt, entdeckt noch Blüten unserer Gelenkblumen – unermüdliche Herbstblüher. Unverzichtbar ab September.

Wild Gardening | Gartenblog | Erster Schnee

Wir waren echt überrascht: richtig Winter im Wilden Garten.

Gartenblog | Wild Gardening | Rotkehlchen

Die Vögel freuen sich über die gute Futterversorgung.

Wild Gardening | Gartenblog | Bambus im Schnee

Gibt es etwas Schöneres als Bambus im Schnee? Hier links Fargesia murielae ‚Standing Stone‘ und rechts Phyllostachys nigra ‚Henonis‘.

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Oktoberfarben

Wild Gardening | Ein Garten in der Heide | Gartenblog | Hachonecloa

Oktober – einer der farbenprächtigsten Monate in unserem Garten. Ein wildes Spiel zwischen Leuchten, Verblassen und Dahinschwinden, zwischen herbstlich abgesofteten harmonischen Gartenbildern und einzelnen explodierenden Farbtupfern. Hier ein paar Bespiele aus den Staudenbeeten:

Wild Gardening | Ein Garten in der Heide | Gartenblog | Staudenbeet

Gräser sind für uns unverzichtbare Strukturbildner im herbstlichen Beet.

Wild Gardening | Ein Garten in der Heide | Gartenblog | Aster

Die Astern haben sich in diesem Jahr ungewöhnlich spät zur Blüte entschlossen.

Wild Gardening | Ein Garten in der Heide | Gartenblog | Zaun

Das gilt auch für die Goldaster (Chrysopis villosa).

Wild Gardening | Gartenblog | Ein Garten in der Heide | Staudenbeet Oktober

Verblühte Heleniums vor dem eleganten Achnatherum calamagrostis.

Aber nicht nur die Staudenbeete faszinieren momentan. Auch die Zeit der Vogelfütterung hat wieder begonnen. Die Meisen danken es uns gleich mit wilden Tänzen im Bambus.

Wild Gardening | Ein Garten in der Heide | Gartenblog | Kohlmeise in Bambus

Blaumeise balanciert in Fargesia spez. Jiuzhaigou 1.

Der Herbst ist natürlich immer ein Höhepunkt für Bäume und Sträucher – das Farbspiel jedes Jahr weit gespannt und einzigartig zugleich. Hier der Blick in den Obsthof:

Wild Gardening | Ein Garten in der Heide | Gartenblog | Blick in den Obsthof

Wild Gardening | Gartenblog | Ein Garten in der Heide | Lichtspiel Bergahorne und Stieleichen sorgen inzwischen für tüchtig Schatten im alten Obsthof. Die Ahornsämlinge tauchen wie von Zauberhand überall im Garten auf.

Auch unsere erst 2012 gepflanzte Parrotia persica bringt sich schon tüchtig ins herbstliche Farbspektakel ein. Noch so jung – und doch in Farbe und Habitus schon unverkennbar!

Wild Gardening | Ein Garten in der Heide | Gartenblog | Persisches Eisenholz

Unser Persisches Eisenholz (Parrotia persica) setzt einen kräftigen Akzent im Bambusgrün.

Einige Gehölze stehen jetzt bereits ganz ohne Laub da, zum Beispiel Euonymus planipes, Euonymus alatus, Betula utilis und verschiedene Ebereschen.

Wild Gardening | Ein Garten in der Heide | Gattenblog | Pfaffenhütchen

Farbenprächtige Früchte, aber kaum noch Blätter bei Euonymus alatus.

Wild Gardening | Ein Garten in der Heide | Gartenblog | Laub

Die Amerikanische Roteiche changiert zwischen fahlem Grün, leuchtenden Gelbtönen und Orangerot.

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Fauna und Flora in frühherbstlicher Stimmung oder: Wer hat die Birkenspitzen abgeknickt?

Beim morgendlichen Gartenrundgang Spinnenkunstwerke wohin man blickt, die ersten herbstlichen Farbtupfer am Großfrüchtigen Pfaffenhütchen (Euonymus planipes), reife Haselnüsse im Gras, leckere Brombeeren naschen – und dann das: Die junge Sandbirke (Betula pendula) war doch schon mal höher!? Näheres Hingucken bestätigt: Der Haupttrieb ist rund einen halben Meter unterhalb der Spitze abgeknickt. So stürmisch war es doch gar nicht … Noch genaueres Hingucken offenbart: Hier wurde subversiv nachgeholfen. An der Bruchstelle fehlt rundherum die Rinde. Auch an anderen Ästen sind die Wunden zu sehen – samt dem „Übeltäter“. Vespa crabro, eine Hornisse.

Eine Hornisse labt sich am zuckerreichen Birkensaft. Abgeknabbertes Holz wird ins Nest getragen und zum Wabenbau verwendet.

Seit vielen Jahren freuen wir uns darüber, dass unser Garten neben verschiedenen Bienen, Hummeln und Wespen auch Hornissen anzieht. Aber in keinem Jahr zuvor haben sich die friedlichen Fluginsekten mit derartigem Appetit auf die Birken gestürzt. Denn bei der einen gekappten Birke blieb es nicht. Nur wenige Tage später war der zweite junge Baum knapp einen halben Meter kürzer – und der Befund der gleiche.

Vespa crabro auf dem Weg zur Futterstelle.

Nun war unsere Neugier geweckt und wir untersuchten alle umliegenden Birken. Und siehe da: An fast allen Bäumen gab es hier und da die typischen Fraßspuren, teilweise schon vernarbt und „trockengefallen“.

Auch andere Insekten erfreuen sich an den freigelegten Saftquellen – nach unseren Beobachtungen stets im friedlichen Nebeneinander.

Unser Trost: Birken sind ja sehr regenerativ, die bringt so leicht nichts um. Mal schauen, wie sie die gefällten Haupttriebe wegstecken. In ihrem eigenen Interesse sollten die befruchteten Weibchen sicherstellen, dass diese leckere Futterquelle auch im kommenden Jahr noch zur Verfügung steht.

Die Planung fürs nächste Jahr ist bei den Zebraspinnen (auch Wespenspinnen genannt) zum Herbstanfang bereits fast abgeschlossen: Überall in den Wiesen – und bevorzugt an Sporobolus heterolepis – sieht man schon die tabaksbeutelähnlichen Kokons, in die das Weibchen ihre Eier legt. Hierin überwintern die Jungen, bevor sie sich im folgenden Frühling nach draußen wagen.

Eikokon von Argiope bruennichii – bei uns immer gerne im Prärie-Fallsamengras zu finden.

Eine weibliche Zebraspinne hat einen Grashüpfer erbeutet. Zu sehen ist auch das für die Art typische zickzackförmige Stabiliment im Netz.

Aber nicht nur die tierischen Bewohner im Wilden Garten sind noch höchst aktiv. Viele spätblühende Stauden erfreuen uns mit ihrem Farbenfeuerwerk, einige Astern warten noch mit der Blüte.

Phloxe gehören bei uns zu den ausdauerndsten Blühern, die Gelenkblumen Physostegia virginiana im Hintergrund stehen ihnen in nichts nach.

Auch Knautia macedonica treibt eine ordentliche Nachblüte.

Noch mehr Insekten: Eine Ackerhummel an den Blütenständen von Eupatorium fistulosum ‚Riesenschirm’.

Zwei Powerpakete im Verdrängungswettbewerb: Pleioblastus pumilus und Mentha x piperita ergeben ein hübsches Paar.

Jeden Herbst begeistern mich die kunstvoll skulpturalen aber hochgiftigen Früchte von Euonymus planipes.

Farbspektakel bei Euonymus planipes: Die orangen Samenmäntel hängen an der fünfflügeligen roten Fruchtkapsel.

Morgenstimmung im westlichen Teil des Wilden Gartens.

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Der Diskussionspunkt: die Ackerkratzdistel – schön oder nicht?

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Der Reiz von gemeinhin als Unkraut eingestuften Pflanzen ist für naturnahe Gärten nicht zu unterschätzen. Gerade durch sie entstehen oft die faszinierendsten Gartenakzente. So sind in unserem Garten Wilde Möhren (Daucus carota) inzwischen unverzichtbar geworden. Auch in diesem Jahr breiten sie sich besonders im Wilden Garten wieder tüchtig aus. Hinzu kommt, dass sie inzwischen sogar das eine oder andere ansonsten (meist) gepflegte Staudenbeet erobern – dies lässt eine durchaus gewünschte kleine rebellische Note entstehen, die, wenn sie nicht überhandnimmt, eine zarte blühende Verbindung zwischen dem Staudengarten am Haus und den Wilden Wiesen schafft. Das ist sozusagen unser Erfolgsmodell „Unkraut“.

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Daucus carota – eine Woge an Blüten im Wilden Garten

Wild Gardening | Gartenblog | Daucus carota

Daucus carota – zarte, eingewanderte Tupfer im Staudenbeet

Aber nun ist ein anderes, fast immer als Unkraut im schlimmsten Sinne tituliertes Pflänzchen in unseren Fokus gerückt: die Ackerkratzdistel (Cirsium arvense). Bei Insekten ein wahrlich begehrtes Objekt. Schön sah es aus, als im Frühsommer all die Schmetterlinge über den Wilden Wiesen flatterten. Jetzt blühen dort nur noch wenige Distelexemplare in bezaubernd sanftem Lila – auch sie nach wie vor ein wahrer Insektenmagnet.

Wild Gardening | Gatenblog | Ackerkratzdistel

Cirsium arvense – ein wahrer Insektenmagnet

Bisher haben wir die Ackerkratzdistel im Wilden Garten geduldet. Aber nun wollen wir die Wiesen abmagern, um in den kommenden Jahren noch mehr Artenvielfalt und Blühpower zu schaffen. Was also mit der Ackerkratzdistel tun?

Einmal im Jahr einfach mit abmähen. Klar. Doch eigentlich planen wir, die beiden großen Wiesenflächen immer erst im Herbst zu mähen, damit wir möglichst lange den Anblick wogender Gräser und Blüten genießen können.

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Die Wilden Wiesen im nordwestlichen Garten

Aber im Moment (die Wiesen sind ja qua Entschluss, siehe oben, noch nicht gemäht) tut die Distel genau das, was alle an ihr fürchten: Sie schickt ihre Samen in den Wind …

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Gefürchtet: die Samen der Ackerkratzdistel

… und breitet sich damit noch weiter aus. Aber genau das hat sie in einigen Bereichen der Wiesen durch ihre Wurzelausläufer schon mehr als genug getan – wie man sieht:

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Schön oder nicht?

Das schafft Diskussionspotenzial: Weg damit oder nicht? Das Problem: Die eine findet es schön, die andere nicht. Glücklicherweise haben wir zwei Wiesen. Schließlich ist unser Garten ja auch so etwas wie ein Experimentierfeld. Nun wird die eine Fläche also ab nächstes Jahr ackerkratzdistelfrei gehalten – eine Menge Aufwand: Hier hilft nur mehrmaliges frühes Ausstechen der Pflanzen über Jahre. Die andere Wiese darf weiter Ackerkratzdisteln beherbergen. Da die Samen der Ackerkratzdistel offene Erde bevorzugen, um sich  anzusiedeln, haben wir vielleicht eine Chance, dass der Plan mit den beiden Flächen – eine mit, eine ohne – aufgehen könnte. Schaun wir mal. Wir sind gespannt …

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Hitze, Sturm und tüchtig Regen

DSC_0583Hochsommer – ein Juli-Start mit 30 Grad, raufarbeiten auf 37 Grad, rekordverdächtig für die Nordheide. Nun sind wir bei weniger sommerlichen 16 Grad plus Sturmböen angelangt, die bisher zum Glück keinen großen Schaden im Wilden Garten angerichtet haben. In Kombination mit ordentlichen Regenschauern kommt da jetzt ab und an schon leichtes Herbstfeeling auf … Aber ein Blick in die Beete genügt und die melancholische Anwandlung ist wie weggeblasen: Denn die Spätsommer-Stauden stehen kurz vor dem Aufblühen und auch der Temperaturtrend geht wieder nach oben. Das verspricht hoffentlich noch einige lauschige Abende im blühenden Grün.

Unser Garten hat das Rauf und Runter erstaunlich gleichmütig weggesteckt. Nur die Rosen konnten dem nicht standhalten: Sturm und Regen verwandelten nach nur wenigen Tagen die Rambler-Blütenwolken im Obstbaum und an der Garagenwand in zartrosa Teppiche auf Rasen und Stein. Anderen hingegen schienen die Böen gar nichts auszumachen, zum Beispiel unseren erst im Frühjahr 2014 gepflanzten Monarden.

Monarda fistulosa-Hybride ‚Prärienacht‘

Die haben sich inzwischen kräftig ausgebreitet und machen auch nach richtigem Schietwetter noch einen standfesten Eindruck. Wir haben die charmanten Indianernesseln inzwischen richtig lieb gewonnen – zumal sie bisher ihre gute Mehltauresistenz unter Beweis stellen. Hoffen wir, dass das weiterhin so bleibt. Dann werden wir neben ‚Prärienacht‘, ‚Jacob Cline‘, ‚Pummel‘ und ‚Marshall’s Delight‘ sicher noch andere Sorten probieren.

Gaillardia grandiflora ‚Kobold‘ und Knautia macedonica verbreiten sich üppig in den Beeten

Ungewöhnlich langlebig präsentieren sich die großblumigen Kokardenblumen Gaillardia x  grandiflora bei uns und halten dabei sogar den wüchsigen und unverwüstlichen Knautia macedonica stand, die sich zudem noch reichlich versamen – was wir zulassen.

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Helenium ‚Sahin’s Early Flowerer‘ eingerahmt von Melica ciliata, Monarda ‚Jacob Cline‘ und Eupatorium fistulosum ‚Riesenschirm‘

Die Blühsaison bei den Sonnenbräuten läutet – der Name verrät es schon – wie immer Helenium ‚Sahin’s Early Flowerer‘ ein.

Helenium ‚El Dorado‘

Die Korbblütler erfreuen nicht nur uns mit ihren kräftigen Farbakzenten, sie stehen auch bei vielen Insekten ganz oben auf der Beliebtheitsskala. Hier sieht man Biene und Hummel auf Helenium ‚El Dorado‘.

Typha minima vor Miscanthus sinensis ‚Variegatus‘

Ebenfalls standfest: die Blütenstände der reizenden Zwerg-Rohrkolben. Typha minima fühlt sich bei uns seit Jahren in einem großen Kübel wohl. Und erinnert uns täglich an das ausstehende Projekt „Teichanlage“ …

Hostablüte

Freudig haben die Hostas den Regen begrüßt. Der lockt natürlich auch die Nacktschnecken aus ihren Verstecken. Da die Pflanzen in Töpfen stehen, lassen sich die ungebetenen Gäste aber gut absammeln und die Fraßschäden halten sich in tolerablen Grenzen.

Eupatorium fistulosum ‚Riesenschirm‘

Auch der Wasserdost liebt die derzeitige Feuchte und wird in einigen Tagen –  zur Freude von Schmetterling, Biene und Co. – seine schönen Blüten öffnen. Die mächtigen Pflanzen säen sich in unserem Garten ebenfalls rege selbst aus. Passt der gewählte Standort aufgrund der zu erwartenden Pflanzengröße nicht, setzt man die Kleinen einfach um.

Oenothera biennis

Die Nachtkerzen hingegen sehen eigentlich an jedem selbstgewählten Standort in den Beeten gut aus.

Daucus carota zwischen Hippophae rhamnoides und Rhus typhina

Gern gesehen im Wilden Garten sind auch die Wilden Möhren Daucus carota, die sich locker selbst neben dem sehr wüchsigen Sanddorn behaupten.

Origanum vulgare vor Hypericum perforatum

Richtig wohl fühlen sich Origanum vulgare und Hypericum perforatum in den wilden Wiesen. Beide haben inzwischen üppige Bestände ausgebildet.

Hinter der Wiese mit Hypericum perforatum steht ein junger Hain von Betula utilis var. jacquemontii

Wärme und Regen sind natürlich auch für unseren Bambus perfekte Wachstumsstimulanzien: In diesem Jahr schob Phyllostachys vivax ‚Huangwenzhu‘ erstmals Halme, die man mit Daumen und Zeigefinger nicht mehr umfassen kann.

Phyllostachys vivax ‚Huangwenzhu‘

Und Luma apiculata (Luma-Myrthe), unser Schätzchen aus Cornwall, blüht üppig inmitten der schützenden Bambusse.

Luma apiculata

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Frühsommer-Rundgang

Wild Gardening | Gartenblog | Ein Garten in der Heide | Juni 2015

Viel los in letzter Zeit. Daher nur kurz ein paar Sätze und ein paar Foto-Highlights aus unserem Frühsommer-Garten:

Wild Gardening | Gartenblog | Ein Garten in der Heide | Wiese

Unsere Wiesen kommen langsam tüchtig in Fahrt.

Wild Gardening | Garten Blog | Wilde Wiese

Das Ungeplante in einem Garten ist ja oft das Bezauberndste:

Wild Gardening | Gartenblog | Birken und Lupinen

Wilde Lupinen erobern die Baumscheibe von Betula utilis var. jacquemontii

In den vergangenen Wochen herrschte ausgeprägte Trockenheit – dennoch gab es eine überwältigende Blühpower bei einigen Gehölzen:

Wild Gardening | Garten Blog | Wisteria

Wisteria – eine grandiose Blüte dieses Jahr

Wild Gardening | Gartenblog | Physocarpus

Ebenso bei Physocarpus opulifolius ‚Diabolo‘

Die Staudenbeete machen sich langsam für den Sommer bereit:

Wild Gardening | Gartenblog | Tolle Kombination

Tolle Kombination: Gleditsia triacanthos ‚Sunburst‘ und Salvia nemorosa ‚Rosa Königin‘

Wild Gardening | Gartenblog | Geranium

Setzt schon frühzeitig prächtig Farbtupfer ins Sommer-Staudenbeet: Geranium himalayense ‚Gravetye‘

Und bei zwei Bäumen gab es erste Blütenansätze zu bewundern:

Wild Gardening | Gartenblog | Gelbholz

Maackia amurensis ist im dritten Standjahr – Hummeln, Bienen und andere Insekten können sich auf die Schmetterlingsblüten freuen

Wild Gardening | Gartenblog | Walnuss

Als kleine Walnuss in die Erde gepflanzt – nun nach über 10 Jahren die erste (weibliche) Blüte bei Juglans regia

Leider blüht auch einer unserer liebsten Bambusse:

Wild Gardening | Gartenblog | Phyllostachys propinqua

Phyllostachys propinqua (mit Ph. bissetii re) noch kurz vor der Blüte

Wild Gardening | Gartenblog | Bambusblüte

Blüte an den Halmen von 2014 bei Phyllostachys propinqua

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Licht-Blicke

DSC_0453In den letzten Tagen wechselten sich Sonne, Wolken und Regen immer wieder ab.

Schönste Gartenmomente entstanden durch ungewöhnlichen Lichteinfall – hier zwei Momentaufnahmen in Richtung unserer Gartengrenzen:

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