Hochsommer – war da was?

Einstellige Nachttemperaturen, gerade mal ein Tag mit 28 Grad im Schatten: Zwischen diesen Werten pendelte sich der August bei uns ein. Hochsommerfeeling wollte da nicht aufkommen. Aber als waschechte Norddeutsche lässt man sich davon natürlich die Sommerlaune nicht verderben – sondern hüllt sich erst in Strickjacke, dann noch den Wollponcho drüber und schon kann man die feucht-kühlen Abende locker im Grünen genießen. Schöne Belohnung fürs Ausharren: Die Schleiereule lässt sich bei ihrer lautlosen Jagd über die abgeernteten Felder sehen. Womit wir schon wieder im Tierreich gelandet sind.

War bereits mehrfach im Bild: eine Erdhummel. Die pelzigen Hautflügler finden in unserem Garten eine ideale Heimat und legen ihre Bauten oft in alte Mäusegänge. Hier tut sich Bombus terrestris an Eryngium planum gütlich

Großer Beliebtheit bei zahlreichen Insektenarten erfreut sich Origanum vulgare. Hatten wir im Juli-Post schon behauptet – nun ein paar Beweisfotos. Bei diesen Besuchern handelt es sich um Mistbienen, schicke Fliegen, deren Aussehen tatsächlich an eine Biene erinnert

Ein besonders spannender Tagfalter ist das Landkärtchen: Abhängig von der Jahreszeit, gibt es eine helle Frühjahrsgeneration und eine dunkle Sommerform (Juli bis August, im Bild) – ein Paradebeispiel für Saison-Dimorphismus. Die Zweigestaltigkeit entsteht durch die unterschiedliche Tageslänge, der die jeweiligen Raupen und Puppen ausgesetzt sind. Landkärtchen-Raupen brauchen Brennnesseln als Futterpflanzen. Ein guter Grund, einige dieser robusten Stauden in einer unauffälligen Ecke des Gartens stehen zu lassen

Auch der Distelfalter findet Gefallen am Oregano. Und seine Raupen – Überraschung! – bevorzugt an Disteln

Wie aufmerksame Blogleser längst wissen, herrscht daran bei uns kein Mangel. Sobald das Wetter es zulässt, wird diese Wiese endlich gemäht. Im kommenden Jahr wollen wir da eher ran – gleich nach der Blüte

Auch eine Art Sommerfeeling: drohende Gewitterfront von Nordwesten. Vorne blühend im Beet (v. l. n. r.): Agastache ‚Black Adder’, Helianthus ‚Lemon Queen’, Eupatorium fistulosum ‚Riesenschirm’ und Eupatorium purpureum

Das Gewitter taucht den Garten in ein getuschtes, fahles Blaugrün

Nach Regen folgt Sonnenschein: Aster pyrenaeus ‚Lutetia’ zeigt die ersten Blüten, bei Sedum telephium ‚Herbstfreude’ dauert es noch ein paar Tage. Mittendrin – wie so oft bei uns – Sporobolus heterolepis, das fantastische Fallsamengras

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